Wie das Silicon Valley unser Leben verändert – Kundenorientierung morgen

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Die Entwicklung der Technologie und ihre Auswirkung auf die Kundenorientierung in der Zukunft

Diese digitale Innovationskraft, wie wir sie mittlerweile aus dem Silicon Valley kennen, steckt bei uns in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Das habe ich in meinem letzten Blog-Beitrag dieser Reihe bereits deutlich gemacht. Es scheint, dass uns zum einen das Verständnis für diese schnellen Entwicklungen fehlt. Zum anderen, dass wir auch weniger risikobereit für das Testen dieser Innovationen sind. Fakt ist: Wir können diese Entwicklung nicht länger ignorieren. Wir können sie aber mitgestalten. Und diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Ich möchte Ihnen heute verdeutlichen, wie Sie das anpacken können.

Eine Grundvoraussetzung ist: Wir müssen diese Köpfe verstehen, deren Welt verstehen, deren Absichten nachvollziehen. Einen Einblick geben uns die ganz großen Vordenker selbst. Einer von ihnen ist Ray Kurzweil, der wie auch all die anderen im Silicon Valley ganz fest daran glaubt, dass Technologie grenzenlose Möglichkeiten bietet. Für den Erfinder des Flachbrett-Scanners und Sprach-Synthesizers ist eins heute glasklar: Noch vor dem Jahr 2030 werden Computer all die Fähigkeiten haben, die ein Mensch hat. Allerdings besser.

Google Chefingenieur Kurzweil hat schon viele Prognosen gestellt. Drunter beispielsweise Anfang der 1990er Jahre, dass Computer den Menschen im Schach schlagen werden. Ein Jahr vor seinem damals prognostizierten Jahr war es auch soweit. Auch seine Ausführung von ‚Cyber Chauffeuren‘, die einmal ein Auto steuern können, ist heute ebenfalls Realität. Die Reaktion seiner Umwelt war, ihn als Utopist auszulachen. Aktuell, mit nahe der 70, gibt es zwar immer noch solche Aussagen zu seinen Gedankengängen, doch sind diese längst nicht mehr so laut. Es scheint, als würden weit mehr Menschen seinen Prognosen vertrauen.

Vor etwa 10 Jahren hat Kurzweil den Begriff der Singularität ins Leben gerufen. Was dahinter steckt, können sich neben Kurzweil selbst und seinen Verfechtern lediglich die Fans von Science Fiction Romanen vorstellen: Technologien beschleunigen sich gegenseitig so, dass wir Menschen in eine höhere Zivilisationsstufe gezogen werden – denkende Maschinen, dreidimensionale Hologramme, ein längeres Leben. Mit letzterem ist beispielsweise unter anderem Google bereits beschäftigt und arbeitet daran, das Altern zu stoppen und Krankheiten wie Krebs zu besiegen.

Während sich die Digitalisierung mehr und mehr durchsetzt, ist das Thema Singularität gar nicht mehr so abwegig. Insgesamt ist diese Entwicklung fern unserer Vorstellungskraft. In den letzten 100.000 Jahren haben wir Menschen uns lokal und lineal weiterentwickelt. Seit Beginn der Digitalisierung ist diese Entwicklung plötzlich global und exponentiell vorangeschritten. Um das einmal zu sinnbildlich verdeutlichen, bezieht sich Kurzweil auf das Beispiel von 30 Schritten: Legen wir diese lineal zurück, sind das 30 Meter. Legen wir sie dagegen exponentiell zurück, sind das eine Milliarde Meter. Schauen wir auf die Entwicklung des iPhones liegen 20 Jahre zwischen dem ersten tragbaren Computer und dem, was uns heute überall zur Verfügung steht und mit der ganzen Welt vernetzt. Absehbar ist, dass wir in etwa 25 Jahren ganz ohne Geräte auskommen werden. Das sagen zumindest die Entwickler im Silicon Valley.

Die von Kurzweil vor etwa sechs Jahren gegründete Singularity University lehrt Manager, wie sie ein Unternehmen aufbauen können, das mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren eine Milliarde Menschen erreicht – sprich: die ganze Bevölkerung. Wie das geht? Nun, das Smartphone hat es vorgemacht.

Mithilfe der Vernetzung wird jeder zum potenziellen Käufer und Verbraucher. Aber auch gleichzeitig zum Lieferant für Ideen. Was alle diese Menschen an Ideen liefern, wird unweigerlich die Welt verändern. Wer nah an diesen Menschen, den Kunden, ist, wird ganz vorne mitspielen können.

Ihre Möglichkeiten sind also (noch) immens hoch. Jetzt ist die beste Zeit dafür, die Digitalisierung für sich arbeiten zu lassen. Auch Sie haben einen Einfluss auf die Veränderungen dieser Welt.

Sie können diese Entwicklung aktiv mitgestalten.


 


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